Fragen & Antworten

Hier finden Sie eine Sammlung von öfter gestellten Fragen und unsere Antworten darauf. Wenn Sie keine Antwort auf Ihre Frage(n) gefunden haben, schreiben Sie uns per Email oder rufen Sie uns einfach an.

Welches Funkzeugnis brauche ich überhaupt?

Das kommt darauf an, wo sie ein Schiff mit einer Funkanlage fahren wollen.

Wenn Sie See- oder Küstenfahrt machen möchten und an Bord des Schiffes befindet sich eine UKW-Funkanlage mit DSC-Controller, dann benötigen Sie ein Short Range Cerificate (SRC). Das ist das kleinere der beiden Funkbetriebszeugnisse für den UKW-Seefunkdienst. Wichtig hierbei ist, dass Sie, wenn Sie der Skipper sind, selbst im Besitz des SRC sein müssen. Für Charterer ist dieses Funkzeugnis in fast allen Fällen vollkommen ausreichend, denn die meisten Charterboote haben bestenfalls eine UKW-Seefunkanlage mit DSC an Bord.


Beabsichtigen Sie, an Bord eines Schiffes für die See- oder Küstenfahrt neben einer UKW-Funkanlage auch mit einer Grenz- oder Kurzwellenfunkanlage (mit DSC-Controller) bzw. eine Inmarsat-Anlage zu betreiben, benötigen Sie das Long Range Certificate (LRC). Auch hier müssen Sie als Skipper selbst im Besitz des LRC sein. Es reicht nicht aus, wenn sich irgendeine Person an Bord befindet, die das Long Range Certificate besitzt. Wenn Sie ausschließlich Chartern und kein eigenes Boot besitzen, ist ein LRC meist unnötig. Es gibt weltweit kaum Charterboote die mit mehr als einer UKW-Funkanlage mit DSC ausgestattet sind.


Wenn Sie im Bereich der Binnenschifffahrt unterwegs sind und ein UKW-Funkgerät für den Binnenschifffahrtsfunk betreiben wollen, benötigen Sie ein UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI). Hier ist es ausreichend, wenn sich eine Person an Bord befindet, die im Besitz des UBI ist. Anders als im Seefunk muss hier nicht der Skipper unbedingt selbst im Besitz des Sprechfunkzeugnisses sein. Noch ein Tipp: Wenn Sie noch ein altes Sprechfunkzeugnis aus dem Seefunkdienst besitzen, dürfen Sie damit auch am Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen. In diesem Fall brauchen Sie kein UBI neu erwerben, sondern Sie können Ihr altes Sprechfunkzeugnis sogar auf ein aktuelles UBI umschreiben lassen!


Wenn Sie beide Bereiche (See und Binnen) befahren, empfiehlt es sich, direkt einen Kombikurs zu belegen und dann auch eine Kombiprüfung für das SRC und UBI an einem Tag abzulegen. Für diese Variante entscheiden sich übrigens die meisten Prüfungsanwärter.

Kann ich mein altes Sprechfunkzeugnis aus dem Seefunkdienst noch verwenden?

Ja, auch die "alten" Sprechfunkzeugnisse für den Seefunkdienst (allgemeines oder beschränkt gültiges) sind nach wie vor gültig. Wenn Sie ein Sprechfunkgerät ohne DSC-Controller betreiben wollen, ist dieses Sprechfunkzeugnis ausreichend. Wenn Sie aber eine Funkanlage mit DSC-Controller betreiben, ist das alte Sprechfunkzeugnis nicht mehr ausreichend. In diesem Fall benötigen Sie ein Short Range Certificate (SRC) für den UKW-Seefunk oder ein Long Range Certificate (LRC) wenn Sie mit Grenz- oder Kurzwellenanlagen bzw. Inmarsat-Anlagen arbeiten wollen.

Kann ich mein Sprechfunkzeugnis aus dem Seefunkdienst umschreiben lassen?

Ihr altes Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst (allgemeines oder beschränkt gültiges) berechtigt Sie, damit auch am UKW-Binnenschifffahrtsfunk teilzunehmen. Sie können es normalerweise problemlos in ein aktuelles UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) umschreiben lassen.

Das ist deswegen möglich, weil es zu der Zeit, als Sie Ihr altes Sprechfunkzeugnis für den Seefunkdienst erworben haben, noch gar nicht die Trennung zwischen See- und Binnenfunkzeugnissen gab. Die alten Sprechfunkzeugnisse galten und gelten nach wie vor sowohl für den Sprechfunk im Seefunkdienst als auch für den Binnenschifffahrtsfunk.

Aber beachten Sie bitte: Wenn Sie im Seefunkdienst eine Funkanlage mit DSC-Controller betreiben wollen, ist Ihr Sprechfunkzeugnis nicht mehr ausreichend. Hierfür benötigen Sie mindestens das Short Range Certificate (SRC) für den UKW-Seefunk oder das Long Range Certificate (LRC), wenn Sie Grenz- oder Kurzwellenanlagen bzw. Inmarsat-Anlagen betreiben wollen.

Welche Unterlagen brauche ich, um mich für eine Funkprüfung beim Prüfungsausschuss anzumelden?

Für eine vollständige Anmeldung zur Funkprüfung sind folgende Dinge erforderlich:

  • Prüfungsantrag
  • 1 Kopie Ihres Personalausweises (Vorder- und Rückseite)
  • 1 amtl. Passbild (45 x 35 mm) mit Namen auf der Rückseite
  • Prüfungsgebühren
  • Nebenkosten zur Prüfung (Reise- und Raumkosten für die Prüfungskommission nach Bundesreisekostengesetz)

Wenn Sie eine Kombiprüfung für mehrere Funkzeugnisse ablegen möchten (z.B. SRC und UBI), müssen Sie natürlich zwei Prüfungsanträge ausfüllen und jeweils eine Kopie des Personalausweises und ein Passbild zu jedem Antrag beifügen.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Unterlagen und auch die Prüfungsgebühren sowie die Nebenkosten mindestens 14 Tage vor Ihrem gewünschten Prüfungstermin beim jeweiligen Prüfungsausschuss bereits vorliegen müssen. 

Kann ich direkt nach einem Funklehrgang einige Tage später eine Prüfung machen?

Leider nicht. Um eine Funkprüfung absolvieren zu können, müssen Ihre Unterlagen mindestens 14 Tage vor dem gewünschten Prüfungstermin beim jeweiligen Prüfungsausschuss vorliegen und die Prüfungsgebühr sowie die Nebenkosten müssen auf dem Konto des Prüfungsausschuss eingegangen sein. Somit ist es ausgeschlossen, wenige Tage nach Ihrer Teilnahme an einem unserer Funkkurse schon an einer Prüfung teilzunehmen. Denn wir erhalten Ihre Unterlagen und Gebühren ja erst am 1. Lehrgangstag und senden diese dann gesammelt am nächsten Tag an den Prüfungsausschuss.

Allerdings gibt es eine Alternative. Wenn Sie sich eigenständig vor Ihrer Teilnahme an unserem Funkkurs beim zuständigen Prüfungsausschusss selbst anmelden und dadurch die 14-Tage-Frist vor Ihrem gewünschten Prüfungstermin eingehalten wird.

Wofür sind die Nebenkosten, die bei einer Funkprüfung berechnet werden und wonach richtet sich die Höhe?

Die Nebenkosten für die Prüfungskommission bestehen aus den Reisekosten für die ehrenamtlichen Prüfer gemäß Bundesreisekostengesetz und den Raumkosten, in dem die jeweilige Prüfung durchgeführt wird. Sie werden mit der Anmeldung zur Prüfung, also i.d.R. am ersten Lehrgangstag bzw. bei der Anmeldung zur Prüfung fällig.

Die Höhe der Nebenkosten für die Prüfungskommission richtet sich in der Hauptsache nach dem Prüfungsort (also danach wieviel Fahrtkosten dem Prüferteam entstehen) und wird einmalig pro Teilnehmer und Prüfungstermin erhoben (gilt für alle Funkprüfungen, auch bei Kombi-Prüfungen).

 

 

Wann bekomme ich die schriftliche Einladung zur Prüfung vom Prüfungsausschuss?

In der Regel versenden die Prüfungsausschüsse die Einladungen zu den Prüfungsterminen zeitnah nach Bearbeitung Ihrer Anmeldeunterlagen. In den Monaten mit sehr hohem Teilnehmeraufkommen kann es aber durchaus vorkommen, das Ihre Einladung erst ein paar Tage vor Ihrem Prüfungstermin postalisch eintrifft.

Sollten Sie an einem Wochenendtag Prüfung und noch keine Einladung erhalten haben, empfehlen wir, spätestens an dem Donnerstag vor Ihrem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss anzurufen und dort nachzufragen. Die Seefunkschule kann Ihnen hierzu leider keine Auskunft geben.

Sollte es mal dazu kommen, dass Sie keine Einladung erhalten haben, aber auch nicht rechtzeitig beim Prüfungsausschuss nachfragen konnten, raten wir Ihnen, einfach zur Prüfung zu fahren (Personalausweis bitte nicht vergessen). In den meisten Fällen sind Sie auf der Liste der Prüfungsteilnehmer eingetragen, lediglich die schriftliche Einladung hat möglicherweise den Weg zu Ihnen nicht rechtzeitig gefunden. 

Ich habe noch keine schriftliche Einladung zur Prüfung bekommen, bin aber für eine Prüfung in den nächsten
Tagen angemeldet. Kann ich jetzt nicht an der Prüfung teilnehmen, weil ich keine Einladung habe?

Sollten Sie für Ihren angemeldeten Prüfungstermin wenige Tage vorher noch keine Einladung erhalten haben, empfehlen wir, direkt beim zuständigen Prüfungsausschuss anzurufen und dort nachzufragen. Die Seefunkschule kann Ihnen hierzu leider keine Auskunft geben.

Sollte es mal dazu kommen, dass Sie keine Einladung erhalten haben, aber auch nicht rechtzeitig beim Prüfungsausschuss nachfragen konnten, raten wir Ihnen, einfach zur Prüfung zu fahren (Personalausweis bitte nicht vergessen). In den meisten Fällen sind Sie auf der Liste der Prüfungsteilnehmer eingetragen, lediglich die schriftliche Einladung hat möglicherweise nicht rechtzeitig den Weg zu Ihnen gefunden. 

Was ist, wenn ich einen Teil bei der Funkprüfung nicht bestehe?

Die Prüfungen für die Funkzeugnisse bestehen aus mehreren Teilen.

Beim SRC sind das

  1. Theoretische Prüfung
  2. Übersetzungsaufgaben (jeweils eine Englisch-Deutsch und eine Deutsch-Englisch)
  3. Praktische Funkprüfung

 

Beim UBI sind das

  1. Theoretische Prüfung
  2. Textaufnahme eines diktierten Textes und Textabgabe eines vorliegenden Textes
  3. Praktische Funkprüfung

(für Teilnehmer, die im Besitz eines SRC sind und eine UBI-Ergänzungsprüfung absolvieren, entfällt Punkt 2)

Jeder der drei o.g. Teile bei den Funkprüfungen steht für sich. Das heißt, wenn Sie in einem der Teile durchgefallen sind, die anderen beiden aber bestanden haben, bleiben diese bestandenen Teile erhalten. Sie müssen dann in einer Wiederholungsprüfung nur den nicht bestandenen Teil noch einmal absolvieren. Aber aufgepasst: Die bestandenen Teile bleiben maximal 6 Monate ab der ersten Prüfung gültig. Wenn Sie das halbe Jahr verstreichen lassen, müssten Sie die gesamte Prüfung wiederholen!

 

Wie oft kann ich eine Funkprüfung wiederholen, falls ich nicht bestehe?

Um es mal ganz einfach zu formulieren: So oft, wie Ihre finanziellen Mittel ausreichen, um die Gebühr für die Wiederholungsprüfung zu entrichten wink Es gibt lediglich die Beschränkung, dass Sie innerhalb von 12 Monaten durch eine der Wiederholungen bestanden haben müssen. Natürlich kostet jede erneute Prüfung unnötig Gebühren, Zeit und Nerven. Deshalb unser Tipp: Bereiten Sie sich direkt für die erste Runde ausreichend vor, damit das Thema Wiederholungsprüfungen erst gar nicht nötig wird.    

Kann ich ohne Wohnsitz in Deutschland (z.B. weil ich in der Schweiz oder in den Niederlanden wohne) eine Funkprüfung in Deutschland absolvieren?

Kurz und einfach: Ja, können Sie.

Ich kann zu den angebotenen Wochenend- oder Abendkursterminen nicht. Kann ich bei der Seefunkschule NRW
einen individuellen Kurstermin z.B. in der Woche tagsüber vereinbaren?

Ja. Wenn Sie zu den von uns auf der Homepage angebotenen Terminen nicht können, rufen Sie uns einfach an. Wir werden dann versuchen, mit Ihnen einen individuellen Terminablauf für Ihren Funkkurs abzustimmen. Die Lehrgangskosten erhöhen sich deswegen aber nicht für Sie.

Muss ich vorher an einem Kurs teilnehmen, um eine Funkprüfung ablegen zu können?

Nein. Die Teilnahme an einer Funkprüfung für LRC, SRC oder UBI ist nicht daran gebunden, ob Sie vorher einen Funkkurs besucht haben. Jeder, der das jeweilige Mindestalter erfüllt und die vollständigen Anmeldeunterlagen zur Prüfung rechtzeitig eingereicht hat, kann eine Funkprüfung absolvieren.

Entscheidend für eine erfolgreiche Prüfung ist, dass Sie neben der Theorie (bei LRC und SRC außerdem die erforderlichen Grundkenntnisse der englischen Sprache) auch die Bedienung der Geräte beherrschen. Vor allem kommt es aber auf die korrekte Abwicklung im Sprechfunkverkehr an. Dieser Punkt wird von Prüfungsanwärtern, die sich allein auf die Prüfung vorbereitet haben, leider oft unterschätzt.

Für Anwärter, die sich selbst auf die Prüfung vorbereiten, bieten wir für LRC, SRC und UBI ein reines Praxistraining an, in dem wir Sie ausschließlich auf die praktische Prüfung vorbereiten.

Ich möchte gerne einen Kombikurs belegen, kann aber terminlich am UBI-Teil an dem Samstag in der
Folgewoche nicht. Kann man die Termine auch anders kombinieren?

Kein Problem. Rufen Sie uns einfach an. Wir stimmen dann mit Ihnen den Kursablauf so ab, dass es für Ihren Terminkalender passt.

Wir sind ein Motorboot-Club oder Seglerverein und möchten gerne die Funkausbildung in unseren eigenen Räumen machen. Bietet die Seefunkschule NRW ihre Kurse auch als "Vor-Ort-Kurse" an?

Wir bieten Vor-Ort-Lehrgänge und Gruppenkurse in den Räumlichkeiten Ihrer Behörde, Ihres Vereins oder Ihrer Firma an. Dazu kommen wir mit allem dafür notwendigen Equipment (Funkanlagen, Beamer etc.) zu Ihnen ins Haus. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie über geeignete Räumlichkeiten für die Ausbildung verfügen. Die Seefunkschule NRW ist seit vielen Jahren etablierter Ausbildungspartner für diverse Behörden (Feuerwehren, Polizeidienststellen etc.), Rettungsorganisationen und Vereine.

Wenn Sie an einem Lehrgang in Ihren Räumlichkeiten interessiert sind, setzen Sie sich bitte telefonisch oder per Email mit uns in Verbindung.

Ich habe vergessen, rechtzeitig vor Kursbeginn Passbilder machen zu lassen...

Kein Problem. Wir verfügen in unserem Schulungsraum über eine professionelle Passbildanlage und lichten Sie bei Bedarf am 1. Lehrgangstag ab, damit Sie die notwendigen Passbilder für Ihre Prüfungsanmeldung haben.

Hier könnte Ihre Frage stehen...

...und hier unsere Antwort :-)